Am 23.Mai übergab die Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg einen Spendenscheck in Höhe von 300 € vom Verein der Fraktion der LINKEN im Bundestag an die PuR gGmbH. Mit diesem Geld wird das seit Anfang 2016 existierende Projekt PuRzelbaum unterstützt.

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Der Prüfbericht für die Hennigsdorfer Havelbrücke ist zwar noch nicht da, trotzdem konnte Herr Münch, Baudirektor des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA), am Donnerstag positiv bis hoffnungsvoll berichten, dass eine weitere Ablastung der Brücke bzw. eine gänzliche Sperrung wohl vorerst nicht kommt. Ein endgültiges Ergebnis gibt es natürlich erst nach Vorliegen des Prüfberichtes. Die Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg hatte sich bei einem Vor-Ort-Termin einen Überblick über den Zustand der Brücke und das weitere Vorgehen verschafft.

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Eine Schule die begeistert, so kann man die Pestalozzi Grundschule in Birkenwerder beschreiben. Am 23. Januar konnte ich mir ein Bild davon machen, wie Inklusion in der Praxis funktioniert. An der integrativ kooperativen Schule Birkenwerder werden Schülerinnen und Schüler mit und ohne geistiger oder körperlicher Behinderung unterrichtet. Herr Stapel, der Schulleiter, sowie seine Stellvertreterin, Frau […]

Anke Domscheit-Berg füllt Regale mit Ware auf, hat einen Scanner in der Hand, um den Standort ins System einzupflegen.

Von Ralf Wunderlich, Wahlkreismitarbeiter in Oranienburg.
Als Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Anke Domscheit-Berg hat man das Privileg, bei Wahlkreisterminen Unternehmen zu besuchen, in die man sonst keinen Einblick bekäme. Am 23. Januar konnte ich mir gemeinsam mit dem Kreistagsabgeordneten Tobias Bank und Sandra Schröpfer bei solch einem Vor-Ort-Termin einen Blick in das Logistikcenter Brieselang von Amazon verschaffen. Weiterlesen

Übergabe eines Klassensatzes Calliope Mini-Minicomputer an die Goethegrundschule in Kremmen. Meine 1. Station am heutigen Wahlkreistag in Oberhavel war ein Besuch im Informatikunterricht einer 5. Klasse. Die Kiddies waren restlos begeistert, die Lehrerin auch, ich habe mich als Lehrkraft versucht und den Schüler*innen von Zukunft, digitaler Gesellschaft, der Sinnhaftigkeit digitaler Bildung. Die Schulleiterin Annette Borchert war superfit in Sachen digitaleBildung und sorgte auch dafür, dass die Schule im mediafit Programm ist. Der Informatikraum ist bestens ausgestattet, die Informatiklehrerin hoch motiviert u kompetent. Sie unterrichtet in allen Jahrgängen und kann so immer auf bereits Gelerntes aufbauen. Ich wünsche mir viele solcher Schulen in Brandenburg u Deutschland! Im Video spielen Schüler*innen übrigens Schere Stein Papier mit ihren Calliopes. Der Klassensatz mit diesmal 30 @calliope_mini ist eine Spende von mir, finanziert durch publizistische Nebeneinkünfte.

 

 

NKWD-Speziallager Nr. 7 in Sachsenhausen. 73. Jahrestag der dortigen Lagerbeginns 1945. Bis 1950 waren dort 60.000 Menschen, Nazifunktionäre und Unschuldige, manche waren Kinder, mein Opa war auch dort, warum weiss ich nicht. Einige Steinbaracken (Bild) des Lagers stehen noch, 70 Menschen waren darin eingepfercht, bei geschlossenen Fenstern und nur 1 Toilette. Klopapier gab es übrigens nicht, man behalf sich mit rausgetrennten Hosentaschen. Ein damals 15 jähriger erzählte von seiner Zeit im Lager, sein Freund war erst 13 als sie dorthin kamen. Ich hörte wie sie Nähnadeln aus Kupferdraht herstellten, bunte Fäden aus Lumpen zogen und kleine Bilder stickten. Die Langeweile war unerträglich, denn Arbeit gab es nur für wenige. Ab 1948 gehörte das Lager offiziell zum stalinistischen Gulagsystem. Ich habe Blumen niedergelegt im Andenken an die unschuldigen Opfer des Lagers.

 

 

Am 14.8.18 hatte ich Petra Pau in meinem Bürgerbüro Oranienburg zu Gast. Sie las aus ihrem Buch „Gottlose Type“ vor ca 80 Gästen, für die wir die Kapazität der Räumlichkeiten sehr ausreizen mussten. Petra begeisterte mit Insidergeschichten aus 2 Jahrzehnten als Bundestagsabgeordnete, die manchmal urkomisch und manchmal auch sehr ernst waren. Danach standen viele Gäste Schlange, um eines ihrer Bücher zu erwerben und von der Bundestagsvizepräsidentin signieren zu lassen. Bei warmem Wetter 🌤 saßen fast alle noch lange vor dem Büro der Linken, denn Ralf Wunderlich, mein Wahlkreismitarbeiter, stand am Grill 🌭 und hatte für gemütliches Ambiente, Speis 🍽 und Trank 🍷gesorgt. So kamen Petra und ich mit den Menschen vor Ort ins Gespräch, das sich um viele brennende Fragen der Gegenwart drehte: warum reicht die Rente nicht? Warum droht im Pflegefall Armut? Ist die Demokratie in Gefahr und wie kann kann man sie besser verteidigen? Was macht Facebook und wie schlimm ist das? – und vieles mehr. Vorkommnisse gab es keine, aber wegen latenter Bedrohungslage wurde Petra vom Sicherheitsdienst des BKA begleitet. Das war etwas ungewohnt, aber da erst vor Tagen Hakenkreuze an unser Bürgerbüro geschmiert worden waren, war das auch gut so. Eine Fortsetzung wurde sehr gewünscht und Petra versprach, wieder zu kommen! 👏👏👏

 

 

Besuch bei Takeda (Pharmahersteller) in Oranienburg. Wieder einmal ein Sendung-mit-der-Maus Erlebnis, hinter Kulissen schauen und genau erklärt bekommen, wie die Produktion funktioniert. Da in der Pharmaindustrie hohe Hygienebestimmungen vorgeschrieben sind, musste ich Schmuck und Hut ablegen (der Hut kam in ein Minischließfach), statt Rock war Hose Pflicht, darüber gab es einen Einmalkittel und eine „sehr kleidsame“ Einmalhaube und Schuhüberzieher. Die Hände mussten gut desinfiziert werden, erst dann durfte man sich den Produktionsbereichen nähern, die einzeln modular aufgeteilt und jeweils durch verglaste Wände abgetrennt waren. So haben wir von den Gängen aus in diese Produktionsmodule hineingeschaut, wo Rohstoffe abgewogen und gemischt werden, die Mischung zu kleinen Granularen umgewandelt wird, zu Tabletten gepresst, beschichtet und bedruckt wird. Fotos waren fast nirgendwo in der Produktion erlaubt, deshalb gibts nur paar Bilder aus den Gängen und Vorräumen. Ich fand es mal wieder sehr spannend! Vor und nach der Produktionsbesichtigung haben wir über Automatisierung in der Branche unterhalten, da gibts schon verrückte Sachen, zB für Medikamenten-Testphasen gibt es schon Tabletten, die Sensoren in der Verpackung und in der Tablette selbst haben, die genau erheben, wann eine Tablette entnommen und ob sie auch eingenommen worden ist. Takeda setzt das nicht ein, aber irgendwo findet das schon statt. Bei Takeda beschäftigt man sich auch mit dem Thema Smart Maintenance, also mit Sensoren, die die Technik überwachen und frühzeitig Wartungsbedarf melden, bevor eine Anlage ausfällt. Auch bei größeren Versandchargen legt man Sensoren in die Lieferung, die zB feststellen, ob die Medikamente zu lange in der Sonne standen und verdorben sind. Auch über Frauen in Führungspositionen tauschten wir uns aus, 2 von ihnen führten mich durchs Unternehmen. Ich erfuhr, dass Takeda Berlin gerade eine mehrjährige Studie mit der TU Berlin dazu durchführt, um Barrieren für Frauen zu erkennen und abzubauen. In der Belegschaft herrscht schon 50/50, im Management noch nicht.

 

 

Anke Domscheit-Berg bei einer Firma für 3D-Drucker-Modelle in Henningsdorf, Bild: Ralf Wunderlich, CC BY-SA 4.0

Auch Temperaturen von 34 Grad im Schatten hielten die Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg nicht davon ab, ihre Sommertour am Mittwoch fortzusetzen. Ihre erste Station war die Firma trinckle 3D-Druck in Hennigsdorf. Florian Reichle, kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmens hatte in der alten AEG Feuerwache eine Firmenpräsentation vorbereitet, denn anders als man bei dem Firmennamen denkt, druckt die Firma nicht selbst, sondern entwickelt eine Software, die das 3D Drucken erleichtert. Präziser ausgedrückt, können mit der Software kinderleicht und sehr schnell 3D-Modelle so erzeugt werden, dass sie als Input für 3D-Drucker verwendet werden können. Oft ist die Erstellung der Druckvorlage aufwändiger als der Druck selbst und erfordert den Umgang mit komplexen Fachanwendungen. Mit der Software von trinckle ist das Designen automatisiert bzw so benutzerfreundlich, dass man keine Vorkenntnisse dafür benötigt. Mit seinem Produkt bedient das vielversprechende junge Unternehmen einen wachsenden Markt, aber wie Reichle selbst sagt, würde die Firma, in der mittlerweile 17 Mitarbeiter tätig sind, ohne öffentliche Förderung zum Start wahrscheinlich gar nicht existieren. Die Bundestagsabgeordnete kam mit dem Geschäftsführer schnell ins Fachsimpeln und beide waren sich einig, dass man bei der Digitalisierung durchaus von einer Revolution sprechen kann, die das Ausmaß bisherige industrieller Revolutionen noch übertrifft. Weiter waren sich beide einig, dass die Auswirkungen der Digitalisierung gestaltet werden müssen. Geht es nach Domscheit-Berg, sollte sich die Politik dabei am Gemeinwohl orientieren. Zu den dringendsten Aufgaben zählen beide die Schaffung der notwendigen Infrastruktur. Der alte Backsteinbau, in dem sich die Firma befindet, hat seit kurzem endlich einen Glasfaseranschluss bekommen, und auch nur, weil der Gebäudekomplex „Blaues Wunder“ nebenan durch Förderung einen Glasfaseranschluss bekommen und sich der hiesige Bürgermeister für einen Anschluss des Nachbargebäudes stark gemacht hatte. Die zweite Baustelle, an die Bund und Länder unbedingt ran müssen, ist die Bildung und auch da sind sich beide einig, das die Herausforderung nicht nur den Zugang und die Bedienung elektronischer Geräte wie Tablets betrifft, sondern auch die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, schnelles Internet an Schulen und die Erstellung zeitgemäßer Lehrinhalte umfasst, vom Programmieren bis zur Vermittlung von Hintergrundkenntnissen der Funktionsweise des Internets an sich und Medienkompetenzen.

Bei einigen Themen zeigte sich, wie gut es war, dass Domscheit-Berg von der Fraktionsvorsitzenden der LINKEN in der Stadtverordnetenversammlung Hennigsdorf, Ursel Degner, begleitet wurde, denn eines der Anliegen des 35-Jährigen Reichle war es, dass die Lebens- und Wohnqualität in Hennigsdorf erhöht wird, um vor allem jungen Mitarbeitern das Leben in Hennigsdorf schmackhafter zu machen. Hier fielen die Stichworte Badestelle an der Havel, bessere Information zu vorhandenen Freizeitangeboten und mehr Alternativen für den Mittagstisch. Nach Berlin gibt er der Bundestagsabgeordneten den Wunsch mit, dass es Start-up-Unternehmen erleichtert wird, an Fördertöpfe zukommen, er hat den Eindruck, dass hier die großen Unternehmen bevorzugt werden und Rahmenbedingungen sowie Bürokratie an den Bedürfnissen und Kapazitäten gerade von Start Ups in der digitalen Wirtschaft völlig vorbei gehen.
Zweite Station an diesem Tag war ein Arbeitsgespräch mit dem Betriebsrat Volkmar Pohl von Bombardier Hennigsdorf und dem Betriebsratsmitglied Heiko Engelmann. Obwohl die Auftragsbücher des Schienenfahrzeugherstellers voll sind, sollen allein in Hennigsdorf 500 Arbeitsplätze abgebaut werden. Deutschlandweit sind es sogar 2500 Arbeitsplätze. Öffentliche Vergabeprozesse in Deutschland würden die Möglichkeiten zur Berücksichtigung lokaler Unternehmen nicht ausschöpfen und Genehmigungsprozesse seien unnötig komplex, teuer und zeitraubend, hiess es im Gespräch. Für das Unternehmen, das seit Jahren rote Zahlen schreibt, sind das zusätzliche Belastungen.

Zu Besuch bei PuR gGmbH, Bild: Ralf Wunderlich, CC BY-SA 4.0

Nach diesem Termin ging es in die Fabrikstraße 10, wo die PuR gGmbH ihren Sitz hat. Hier machte sich die Abgeordnete ein Bild von der Kinder- und Jugendarbeit des städtischen Unternehmens. Mit am Tisch saßen der Jugendkoordinator der Stadt und Vertreter des Jugendbeirats, sowie die Jugendsozialarbeiter der PuR. Die Gesprächsthemen reichten von digitaler Bildung bis hin zum Einfluss der Digitalisierung auf den Alltag von Kindern und Jugendlichen.

Trotz tropischer Temperaturen folgten am Abend gut 50 Menschen der Einladung zum Sommergrillen der Kreis-Linken und der Bundestagsabgeordneten in das Anglerheim Gründling in Birkenwerder, das idyllisch an der alten Havel liegt. Domscheit-Berg berichtete von ihrer Arbeit im Bundestag und von ihrer Sommertour durch den Wahlkreis. In der anschließenden Diskussion ging es dann um viele Themen, um das Bedingungslose Grundeinkommen genauso wie um die sogenannte Sammlungsbewegung, die von Sahra Wagenknecht nach der Sommerpause ins Leben gerufen werden soll. Trotz im Detail unterschiedlicher Bewertungen wünschte man sich sachliche Debatten in Partei und Fraktion und setzte diesen Wunsch an der Basis gleich um. In gemütlicher Atmosphäre dauerte die Diskussion bis in die späten Abendstunden und so war es schon dunkel, als die letzten Gäste gingen.

Sommergrillen in Birkenwerder, Bild: Ralf Wunderlich, CC BY-SA 4.0

Wahlkreistag in Oberhavel: Auftakt bei @trinckle3d in Henningsdorf, super spannender Austaundsch zu Digitalisierung, 3D-Druck, Bildung und Zukunft mit dem Geschäftsführer dieses beeindruckenden Startups. Trinckle entwickelt Software, mit der Mass Customization einfacher wird, in dem sie Massen-Design-Prozesse digitalisiert, um druckfertige 3D-Modelle zu erstellen. Das braucht man in vielen Branchen, nicht nur bei personalisierten Konsumwaren, sondern auch in der Industrieproduktion (zB Herstellung von Spezialwerkzeugen oder -Teilen), in der Medizintechnik (Orthesen…), in der Autobranche (individualisierte Teile) etc. Die ersten Bilder sind alle von dort, 3D gedruckte Beispiele zur Verdeutlichung der Technologie. Im Bild mit mir der Geschäftsführer u die Büros in der Alten Feuerwache. Danach gings zu einem Gespräch mit Betriebsräten von Bombardier (ohne Bild), anschliessend zu PuR, einer Gesellschaft für soziale Projekte in Henningsdorf, wo ich mit PuR, Jugendbeiräten, Jugendkoordinator der Stadt, Leiter Jugendclub u Leiterin mobile Jugendarbeit lange über Digitalisierung im Zusammenhang mit Kinder- und Jugendarbeit sprach. Im Jugendclub @cnny_slnd, der wegen umbaumassnahmen im Gebäude von PuR ein vorübergehendes Domizil gefunden hat, entstand das Gruppenfoto. Danach ging es bei brütender Hitze nach Birkenwerder, wo es ein Sommergrillen im Anglerheim gab- mit Schatten und am Wasser. Es waren trotz Hitze ca 50 Gäste da, denen ich vom Alltag im Bundestag u über Digitalisierung erzählte. Es gab leckeres Essen mit vielen mitgebrachten Salaten und meinem Mitarbeiter Ralf an Grill 😋.