Durch die Corona-Eindämmungsmaßnahmen kann ich derzeit Wahlkreistermine nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Daher suche ich in dieser schwierigen Zeit erneut nach Wegen, ganz praktische Hilfe vor Ort zu leisten. Beim ersten Lockdown half ich zum Beispiel im Verstehbahnhof in Fürstenberg bei der Herstellung und Verteilung von Gesichtsvisieren, die wir an Krankenhäuser, Pflegedienste oder Arztpraxen in der Region und darüber hinaus spendeten.


Nun beteilige ich mich im zweiten (Teil-)Lockdown an einem weiteren praktischen Projekt des Verstehbahnhofs: dem Bau von „CO2-Ampeln“ für Bildungseinrichtungen. Das sind selbstgebaute kleine Geräte, die mit einem Sensor den CO2-Gehalt in Räumen messen können und von Grün erst auf Gelb und dann auf Rot umspringen, sobald der CO2-Gehalt einen Schwellenwert überschreitet. Der CO2 Gehalt in der Raumluft steigt in Korrelation zur Virenlast in der Luft, wenn sich infizierte Personen im Raum befinden. Die Ampel zeigt daher auch an, wann es wieder Zeit zum Durchlüften ist, um das Infektionsrisiko durch Aerosole in geschlossenen Räumen zu verringern. Der Prototyp dieser Ampel wurde im Verstehbahnhof entwickelt, wo die Gehäuse im 3D Drucker gedruckt, die Deckplatte gelasert und alle Bauteile zusammengelötet werden. Ich habe bisher an zwei Tagen daran mitarbeiten können, auch Schüler:innen sind daran beteiligt, CO2 Ampeln für ihre Schulen zusammen zu bauen.
Zwei solcher Ampeln fanden heute während meines Besuches ihren Platz am Saldern-Gymnasium in Brandenburg an der Havel. Schulleiter Frank Brandt und Lehrerin Michaela Görlitz freuten sich über meine Ampel-Spende, denn momentan sind solche Messgeräte sehr gefragt und daher im normalen Handel kaum noch oder nur zu Mondpreisen zu bekommen. Die CO2-Ampeln können dazu beitragen, dass zum richtigen Zeitpunkt gelüftet wird und so Bildung für Kinder auch während einer Pandemie möglichst sicher ist.