Besuch beim Pharmahersteller Takeda in Oranienburg

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Besuch bei Takeda (Pharmahersteller) in Oranienburg. Wieder einmal ein Sendung-mit-der-Maus Erlebnis, hinter Kulissen schauen und genau erklärt bekommen, wie die Produktion funktioniert. Da in der Pharmaindustrie hohe Hygienebestimmungen vorgeschrieben sind, musste ich Schmuck und Hut ablegen (der Hut kam in ein Minischließfach), statt Rock war Hose Pflicht, darüber gab es einen Einmalkittel und eine „sehr kleidsame“ Einmalhaube und Schuhüberzieher. Die Hände mussten gut desinfiziert werden, erst dann durfte man sich den Produktionsbereichen nähern, die einzeln modular aufgeteilt und jeweils durch verglaste Wände abgetrennt waren. So haben wir von den Gängen aus in diese Produktionsmodule hineingeschaut, wo Rohstoffe abgewogen und gemischt werden, die Mischung zu kleinen Granularen umgewandelt wird, zu Tabletten gepresst, beschichtet und bedruckt wird. Fotos waren fast nirgendwo in der Produktion erlaubt, deshalb gibts nur paar Bilder aus den Gängen und Vorräumen. Ich fand es mal wieder sehr spannend! Vor und nach der Produktionsbesichtigung haben wir über Automatisierung in der Branche unterhalten, da gibts schon verrückte Sachen, zB für Medikamenten-Testphasen gibt es schon Tabletten, die Sensoren in der Verpackung und in der Tablette selbst haben, die genau erheben, wann eine Tablette entnommen und ob sie auch eingenommen worden ist. Takeda setzt das nicht ein, aber irgendwo findet das schon statt. Bei Takeda beschäftigt man sich auch mit dem Thema Smart Maintenance, also mit Sensoren, die die Technik überwachen und frühzeitig Wartungsbedarf melden, bevor eine Anlage ausfällt. Auch bei größeren Versandchargen legt man Sensoren in die Lieferung, die zB feststellen, ob die Medikamente zu lange in der Sonne standen und verdorben sind. Auch über Frauen in Führungspositionen tauschten wir uns aus, 2 von ihnen führten mich durchs Unternehmen. Ich erfuhr, dass Takeda Berlin gerade eine mehrjährige Studie mit der TU Berlin dazu durchführt, um Barrieren für Frauen zu erkennen und abzubauen. In der Belegschaft herrscht schon 50/50, im Management noch nicht.