Brandenburg/Havel – Potsdam-Mittelmark I – Havelland III – Teltow-Fläming I

Mein Wahlkreis



Über den Wahlkreis

Mein Wahlkreis umfasst 226.500 Einwohner, wahlberechtigt sind davon 183.182. Zu ihm gehören sowohl die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel, als auch Teile der Landkreises Potsdam-Mittelmark, Havelland und Teltow-Fläming.
In Brandenburg an der Havel unterhalte ich ein Wahlkreisbüro in dem zweimal wöchentlich Bürger*innensprechstunden mit meiner Mitarbeiterin Claudia Sprengel angeboten werden.
Zu Wahlkreis 60 in Potsdam-Mittelmark gehören die Gemeinden Beelitz, Bad Belzig, Groß Kreutz (Havel), Kloster Lehnin, Seddiner See, Treuenbrietzen und Wiesenburg/Mark sowie das Gebiet der Ämter Beetzsee, Brück, Niemegk, Wusterwitz und Ziesar. Bürger*innensprechstunde ist dort immer am letzten Mittwoch des Monats im Kreisbüro der Linken Potsdam-Mittelmark in Bad Belzig.

Im Havelland gehören die amtsfreie Gemeinden Milower Land, Premnitz und Rathenow zum Wahlkreis 60. In letzterem habe ich auch ein Wahlkreisbüro, in dem mein Mitarbeiter Hendrik Öchsle Bürger*innensprechstunden anbietet.
Außerhalb der Sitzungswochen des Bundestages bin ich im Wahlkreis unterwegs um die Region und ihre Menschen besser kennenlernen und um ihre Sorgen mit in die Bundespolitik zu tragen. Wenn ihr ein Anliegen habt, könnt ihr gerne meine Mitarbeiter ansprechen.

Wahlkreisbüro Brandenburg an der Havel


Foto: Werner Müller, CC-BY 4.0

Paulinerstraße 11
14776 Brandenburg an der Havel

Tel.: (03381) 211789
Mobil: 0151 158 816 14
Fax: (03381) 229961

E-Mail: anke.domscheit-berg.ma04@bundestag.de

Bürozeiten: Dienstag 09-14 Uhr und Donnerstag 14-19 Uhr

Ansprechpartnerin: Claudia Sprengel

Wahlkreisbüro Rathenow


Foto: Hendrik Öchsle, CC-BY 4.0

Märkischer Platz 2
14712 Rathenow

Tel.: (03385) 494521
Fax: (03385) 494522

E-Mail: anke.domscheit-berg.ma05@bundestag.de

Bürozeiten: Montag, Mittwoch und Freitag von 10-12 Uhr, Dienstag 14-17 Uhr und Donnerstag 09-12 Uhr

Ansprechpartner: Hendrik Öchsle

Wahlkreisbüro Bad Belzig
Straße der Einheit 53
14806 Bad Belzig

Mobil: 0151 158 816 14

E-Mail: anke.domscheit-berg.ma04@bundestag.de

Bürozeiten: Jeder 3. Donnerstag im Monat, 9-12 Uhr

Ansprechpartnerin: Claudia Sprengel

Blog

Geisterfabrik Drahtzieherei Wiesenburg: Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg, Marco Beckendorf, besuchte ich heute die dortige Drahtzieherei, die vor gut einem Jahr von Lincoln Electronics aufgekauft wurde. Nachdem das vertraglich verpflichtete Bestandsjahr um war, wurde im Mai der Belegschaft mitgeteilt, dass der Standort geschlossen werden soll, angeblich wegen Unwirtschaftlichkeit. Ein unglaubwürdiges Argument, da die Nachfrage boomt und die Margen zuletzt bei gut 20% lagen. Das Werk in Wiesenburg hatte volle Auftragsbücher und arbeitete profitabel. Vom Konzern selbst stellte sich niemand dem Gespräch mit mir, das ich dem zuständigen Vertreter der Unternehmensleitung angeboten hatte. Gemeinsam mit anderen linken Politikern versuchte ich schon vorab die Schließung des Werkes zu verhindern, denn es gab sogar mehrere Kaufinteressenten. Dennoch wurde im Juli bekannt gegeben, dass die Arbeit eingestellt wird. So stehen die Maschinen nun still, denn verkaufen will der Konzern nicht. Ein Fall, der nach Marktbereinigung riecht, wo man einen Konkurrenten durch Aufkauf und Stilllegung loswerden will. So lief es damals in Bischofferode jedenfalls auch. Nun hängen Arbeitskräfte in der Luft. Produktionsleiter Andreas Schilling, der uns die Anlage zeigte, wünschte sich am meisten, die Maschinen und Anlagen mit der Belegschaft z.B. als Genossenschaft zu übernehmen und die Produktion wieder aufzunehmen, denn der Markt für den Draht ist da. Die meisten der etwa 40 Mitarbeiter*innen kommen aus der Gegend um Wiesenburg, dort gibt es sonst keine Industrie, an diesen Arbeitsplätzen hängt viel. Aber verkaufen will der Konzern ja nicht. Ich werde mich weiter für den Standort einsetzen, noch lebt ein Rest Hoffnung. Die Besichtigung war trotz traurigem Anlass sehr spannend, ich bekam alles genau erklärt, wie Draht entsteht, beschichtet wird, etc. und es war natürlich sehr krass, so eine Geisterfabrik zu besuchen, in der Staub sich langsam über unbenutzte Tische und Werkzeuge legt, aber die Kupferdrahtrollen so schön glänzen, als wären sie erst gestern produziert worden.

Besuch bei Hühnern und einem großartigen Projekt ehemalig Suchtabhängiger : Mein 1. Termin auf meiner heutigen Sommertour durch den Wahlkreis 60 führte mich auf das Gut Schmerwitz, einen Hof, der Bioprodukteproduziert, wie z.B Nudeln aus eigener Manufaktur oder Wurst im Glas. Ich durfte auch in einen der Hühnerställe und mir eine Bioeier-produktion mal in der Realität angucken (auch wenn es auf dem Foto eng aussieht, den Hühnern ging es sehr gut, es gab offene Türchen zu einem großen Außengehege, es roch nicht schlecht und kein Tier wirkte krank oder gestresst) . Die Eier gibt es im eigenen kleinen Hofladenvon XS bis XXL zu kaufen, alle anderen Produkte auch. Ein wunderschönes Fleckchen Erde mit einer kleinen Kirche, die zu einem Bistro umgebaut wurde – mit Altar in der einen Ecke und einem Töpferladen mit liebevoll produziertem Handwerk des Scarabäus Hoher Fläming e.V. in der anderen Ecke. Dort arbeiten ehemalige Suchtabhängige und stellen traumhafte Töpferwaren her. Ich hab mir mit einige schöne Stücke für zuhause erstanden 😁. Die Geschäftsführerin Rita Neumann (auf dem 2. Foto ganz links) ist quasi die Seele von Gut Schmerwitz. Sie arbeitet dort schon seit 49 Jahren, 25 Jahre als Betriebsleiterin. Im Gespräch mit ihr ging es dann auch sehr lang um Breitbandausbau mit Glasfaser und Mobilfunklöcher. Dort soll Vectoring ausgebaut werden, keine gute Idee. Fachkräfte- oder Azubimangel gibt es auf dem Biohof nicht, der Standort überzeugt mit guten Rahmenbedingungen. Ich war sehr gern dort und komme bestimmt wieder! Übrigens gibt es auch ein Haus mit Ferienwohnungen auf dem schönen Gelände.

Anke Domscheit-Berg auf dem Baumwipfelpfad

Anke Domscheit-Berg auf dem Baumwipfelpfad, Bild: Claudia Sprengel, CC BY-SA 4.0

Vergangenen Freitag besuchte die Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg die Anlage der ehemaligen Lungenheilanstalt für Arbeiter*innen in Beelitz Heilstätten, auf der sich heute auch ein Baumkronenpfad und ein Barfußpark befinden. Die ehemalige Heilanstalt mit ihren prächtig gebauten Gebäuden entstand schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts als einzigartige Einrichtung der noch jungen Sozialversicherungen und hat eine bewegte Geschichte.

Das Geschäftsführer-Ehepaar Beate und Georg Hoffmann, und ihr in Geschichtsdingen sehr bewanderter Mitarbeiter Holger Klementz, führten die Abgeordnete gleich zu Beginn ihrer Tour durch diverse Tunnel unter dem Gelände. Dort gab es wohl zu Zeiten, als man die Unterbringung noch nach Geschlechtern trennte, auch heimliche  Treffen zwischen Männern und Frauen, die sich den Aufenthalt dort etwas unterhaltsamer gestalteten.

Von dort ging es durch vom Zerfall schon stark angegriffene Gebäude, wie Großküche und Wäscherei, sogenannte „Lost Places“ mit beeindruckendem Charme. „Es ist traurig, dass diese wunderschönen Gebäude so lange dem Verfall überlassen wurden“, bedauert Anke Domscheit-Berg während der Führung, aber ist erleichtert, dass „die Zukunft und angemessene Sanierung dieser wunderschönen architektonischen Denkmäler durch die ehrgeizigen Pläne der neuen Eigentümer (und die Berliner Volksbank) offenbar gesichert sind“. Holger Klementz fand klare Worte zum mangelnden Erhalt in den letzten Jahrzehnten: „In Deutschland wird jeder königliche Garten zum Kulturerbe erklärt, geschützt und gepflegt, die Parks und Anlagen der einfachen Menschen, wie diese historisch einmalige Anlage mit Gebäuden, Gärten und Parks lässt man in Deutschland verfallen“. „Da ist leider oft viel Wahres dran und das ist sehr bedauerlich“, ergänzte die Bundestagsabgeordnete.

Anke Domscheit-Berg in den Beelitzer-Heilstätten

Anke Domscheit-Berg in den Beelitzer-Heilstätten, Bild: Claudia Sprengel, CC BY-SA 4.0

Die Beelitzer Heilstätten zeichnet aber mehr als schöne, historische Gebäude aus. Geschäftsführer Hoffmann beschreibt ihre Einzigartigkeit sehr zutreffend: „Man kann alles bauen, aber keine alten Bäume und keine Geschichte, hier gibt es unzählige 200 Jahre alte Bäume und viel erlebbare Geschichte, das ist einmalig.“ Der gelernte Forstwirt weiß, wovon er spricht und hat mit dem Baumkronenpfad und der weitläufigen Anlage drumherum ein Areal zur Entschleunigung und zum Verweilen geschaffen – mit direkter Bahnanbindung nach Berlin, denn mit dem RE7 braucht man nur 40 Minuten bis zum Hauptbahnhof.

Anke Domscheit-Berg wäre gern länger geblieben, aber die nächsten Termine warteten: „Ich konnte zwar vom 40 Meter hohen Baumkronenpfad den weiten Blick über grüne Wälder bis Berlin genießen, wäre aber sehr gern noch ein paar Stunden durch den angeschlossenen Barfuß-Park geschlendert. Ich werde wiederkommen, nächstes Mal mit Familie und mit richtig viel Zeit!“

Gestreichelt von der Abendsonne: das mittelalterliche Jüterbog, mit Stadtmauer, Türmen und Toren aus Feldstein und roten Ziegeln. An vielen Orten finden sich Holzskulpturen zur Stadtgeschichte, in dieser Serie ist der Tetzel dabei, berühmt berüchtigt als derjenige, der den Ablasshandel auf die Spitze trieb. Die Keule am sogenannten Damtor ist Symbol dafür, dass die Stadt eine eigene Gerichtsbarkeit besaß. Der Spruch darunter: „Wer seinen Kindern gibt das Brot und leidet nachmals selber Not, den schlage man mit der Keule tot“ ist mir schon fast 45 Jahre sehr vertraut, denn er steht fast identisch auch unter einer Eichenkeule am Storchenturm in Müncheberg (Märkisch Oderland), der Stadt, in der ich aufwuchs. Die weißen Sonnenschirme auf Bild 1 sind übrigens von der Terrasse der Tetzelstube, die sich auf der dort 4m dicken Stadtmauer befindet. Man kann hervorragend essen dort. Nach einem ereignisreichen Wahlkreistag und einem längeren Abendspaziergang war ich gestern dort eingekehrt.