Sehr cool: Coconat coworking inmitten der Natur – Auch heute war ich im Wahlkreis (WK60) unterwegs, in Potsdam Mittelmark, rund um Bad Belzig. Erste Station war der Coworking-Space „Coconat“ in Klein Glien, wo man Gemeinschaft und kreatives Arbeiten in der Natur möglich macht. Die vier Gründer*innen haben dafür ein altes Gutshaus samt Anwesen umgebaut und im Mai 2017 eröffnet. Viele ihrer Gäste kommen aus dem Ausland dorthin und haben zu einer internationalen Bekanntheit beigetragen, der erste Artikel über Coconat erschien in der New York Times, Artikel in Le Monde (Frankreich) und andere folgten, inzwischen zog immerhin die Regionalpresse nach. Gründer Janosch Dietrich führte uns durch die Anlage: das Café, eine gemütliche Bibliothek mit offenem Kamin und alten Plüschmöbeln, diverse Seminar- oder Workshopräume, Gästezimmer – jedes ein Unikat mit selbst gebauten oder upgecycelten Möbeln im Haupthaus, dann durch den Hof, in dem gerade eine Dorfolympiade vorbereitet wurde (mit Pizzabackofen!), Nebengebäude für Yoga und eine Fasssauna, und zum Schluss durch den weitläufigen Garten, mit Teich (darauf ein Floß mit Hängematte und Liegestuhl), Obstbäumen und jeder Menge Zelten, vom Hängezelt bis zum „Glamourzelt“ (größer, mit elektrisch Licht, Teppich und 2 Betten).… weiterlesen

Geisterfabrik Drahtzieherei Wiesenburg: Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg, Marco Beckendorf, besuchte ich heute die dortige Drahtzieherei, die vor gut einem Jahr von Lincoln Electronics aufgekauft wurde. Nachdem das vertraglich verpflichtete Bestandsjahr um war, wurde im Mai der Belegschaft mitgeteilt, dass der Standort geschlossen werden soll, angeblich wegen Unwirtschaftlichkeit. Ein unglaubwürdiges Argument, da die Nachfrage boomt und die Margen zuletzt bei gut 20% lagen. Das Werk in Wiesenburg hatte volle Auftragsbücher und arbeitete profitabel. Vom Konzern selbst stellte sich niemand dem Gespräch mit mir, das ich dem zuständigen Vertreter der Unternehmensleitung angeboten hatte. Gemeinsam mit anderen linken Politikern versuchte ich schon vorab die Schließung des Werkes zu verhindern, denn es gab sogar mehrere Kaufinteressenten.… weiterlesen

Besuch bei Hühnern und einem großartigen Projekt ehemalig Suchtabhängiger : Mein 1. Termin auf meiner heutigen Sommertour durch den Wahlkreis 60 führte mich auf das Gut Schmerwitz, einen Hof, der Bioprodukteproduziert, wie z.B Nudeln aus eigener Manufaktur oder Wurst im Glas. Ich durfte auch in einen der Hühnerställe und mir eine Bioeier-produktion mal in der Realität angucken (auch wenn es auf dem Foto eng aussieht, den Hühnern ging es sehr gut, es gab offene Türchen zu einem großen Außengehege, es roch nicht schlecht und kein Tier wirkte krank oder gestresst) . Die Eier gibt es im eigenen kleinen Hofladenvon XS bis XXL zu kaufen, alle anderen Produkte auch.… weiterlesen

Am 14.8.18 hatte ich Petra Pau in meinem Bürgerbüro Oranienburg zu Gast. Sie las aus ihrem Buch „Gottlose Type“ vor ca 80 Gästen, für die wir die Kapazität der Räumlichkeiten sehr ausreizen mussten. Petra begeisterte mit Insidergeschichten aus 2 Jahrzehnten als Bundestagsabgeordnete, die manchmal urkomisch und manchmal auch sehr ernst waren. Danach standen viele Gäste Schlange, um eines ihrer Bücher zu erwerben und von der Bundestagsvizepräsidentin signieren zu lassen. Bei warmem Wetter 🌤 saßen fast alle noch lange vor dem Büro der Linken, denn Ralf Wunderlich, mein Wahlkreismitarbeiter, stand am Grill 🌭 und hatte für gemütliches Ambiente, Speis 🍽 und Trank 🍷gesorgt.… weiterlesen

Besuch bei Takeda (Pharmahersteller) in Oranienburg. Wieder einmal ein Sendung-mit-der-Maus Erlebnis, hinter Kulissen schauen und genau erklärt bekommen, wie die Produktion funktioniert. Da in der Pharmaindustrie hohe Hygienebestimmungen vorgeschrieben sind, musste ich Schmuck und Hut ablegen (der Hut kam in ein Minischließfach), statt Rock war Hose Pflicht, darüber gab es einen Einmalkittel und eine „sehr kleidsame“ Einmalhaube und Schuhüberzieher. Die Hände mussten gut desinfiziert werden, erst dann durfte man sich den Produktionsbereichen nähern, die einzeln modular aufgeteilt und jeweils durch verglaste Wände abgetrennt waren. So haben wir von den Gängen aus in diese Produktionsmodule hineingeschaut, wo Rohstoffe abgewogen und gemischt werden, die Mischung zu kleinen Granularen umgewandelt wird, zu Tabletten gepresst, beschichtet und bedruckt wird.… weiterlesen

Anke Domscheit-Berg auf dem Baumwipfelpfad

Anke Domscheit-Berg auf dem Baumwipfelpfad, Bild: Claudia Sprengel, CC BY-SA 4.0

Vergangenen Freitag besuchte die Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg die Anlage der ehemaligen Lungenheilanstalt für Arbeiter*innen in Beelitz Heilstätten, auf der sich heute auch ein Baumkronenpfad und ein Barfußpark befinden. Die ehemalige Heilanstalt mit ihren prächtig gebauten Gebäuden entstand schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts als einzigartige Einrichtung der noch jungen Sozialversicherungen und hat eine bewegte Geschichte.

Das Geschäftsführer-Ehepaar Beate und Georg Hoffmann, und ihr in Geschichtsdingen sehr bewanderter Mitarbeiter Holger Klementz, führten die Abgeordnete gleich zu Beginn ihrer Tour durch diverse Tunnel unter dem Gelände. Dort gab es wohl zu Zeiten, als man die Unterbringung noch nach Geschlechtern trennte, auch heimliche  Treffen zwischen Männern und Frauen, die sich den Aufenthalt dort etwas unterhaltsamer gestalteten.… weiterlesen

Gestreichelt von der Abendsonne: das mittelalterliche Jüterbog, mit Stadtmauer, Türmen und Toren aus Feldstein und roten Ziegeln. An vielen Orten finden sich Holzskulpturen zur Stadtgeschichte, in dieser Serie ist der Tetzel dabei, berühmt berüchtigt als derjenige, der den Ablasshandel auf die Spitze trieb. Die Keule am sogenannten Damtor ist Symbol dafür, dass die Stadt eine eigene Gerichtsbarkeit besaß. Der Spruch darunter: „Wer seinen Kindern gibt das Brot und leidet nachmals selber Not, den schlage man mit der Keule tot“ ist mir schon fast 45 Jahre sehr vertraut, denn er steht fast identisch auch unter einer Eichenkeule am Storchenturm in Müncheberg (Märkisch Oderland), der Stadt, in der ich aufwuchs.… weiterlesen

Die Nikolaikirche in Jüterbog – nach mehreren Bauphasen 1488 eingeweiht, erst katholisch (aus der Zeit sind die Altarfiguren und schönen Madonnen mit Kind), danach war sie evangelisch. Hätte mir @emvollmer an der Seite gewünscht, sie hätte mir bestimmt viel zu den Skulpturen erzählen können… Die Kirche ist innen vielfarbig bemalt, offenbar waren früher sogar die Wände ganz bemalt, an einigen Stellen wurden überdimensionale Heiligenbilder freigelegt, die das alte Erscheinungsbild ahnen lassen. Der eine heilige (Matthias) von einer Kapellendecke schielt übrigens ganz süß 🤪. Die Kirche ist sehr groß, deshalb gibts auch von außen kein Foto, ich hab sie nicht ganz drauf bekommen, schade, denn ihre 2 verschiedenen Turmspitzen (gotisch + barock) sind auch ungewöhnlich.… weiterlesen

#LostPlace – Die Beelitz Heilstätten – ein ehemaliges TBC / Lungensanatorium für Arbeiter*innen, mitten in endlosen Wäldern gelegen. Dorthin führte mich meine Wahlkreistour heute zuerst. Wunderschöne Gebäude, leider sehr im Verfall begriffen, aber jetzt in Privatbesitz von Investoren, wie man sie sich wünschen würde: mit Sinn für Natur, Geschichte, Architektur und der selbstgesetzten Aufgabe, alles nicht nur denkmalgerecht herzurichten, sondern auch offen für alle Menschen zu halten. Ein Baumkronenpfad ist dort auch schon entstanden (dazu gibts extra Bilder), Museen sollen in den alten Häusern noch entstehen und ein Naherholungsort mit Natur und Erlebnis nur 40 Bahnminuten von Berlin. Der Bahnhof Berlitz Heilstätten ist nur 500m vom Eingang des Geländes entfernt.… weiterlesen

Die brandenburgische Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg verbringt die sitzungsfreie Zeit im Parlament damit, ihren Wahlkreis zu bereisen. Am 06. und 07. August kam sie dafür nach Brandenburg an der Havel und die angrenzenden Gemeinden.

Am zweiten Tag der Sommertour besuchte die Abgeordnete zwei Ziele in Brandenburg an der Havel: Den Interkulturellen Havelgarten im Stadtgebiet und die DB Systemtechnik in Kirchmöser.

Anke Domscheit-Berg im Havelgarten, Bild: Claudia Sprengel, CC BY-SA 4.0

Im interkulturellen Havelgarten bearbeiten Geflüchtete gemeinsam mit engagierten Brandenburger*innen eine vormals brachliegende Fläche, die die Stadt Brandenburg ihnen zur Verfügung stellt. Alles, was hier zu finden ist – von der Feuerstelle, über Tische, Stühle und Hochbeete haben neue und alteingesessene Brandenburger*innen zusammen geschaffen.… weiterlesen